• 1907
  • Kaiser Wilhelm lässt Pläne zum Bau einer ständigen deutschen Rennstrecke ausarbeiten. Wegen der Topografie, der dünnen Besiedlung und der Nähe zu Ballungsgebieten erkennt man die Eifel als ideal. Je nach Interesse am Motorsport wird mehrfach geplant und wieder verworfen.

  • 15.7.1922
  • Auf einer Strecke bei Nideggen führt der ADAC das erste Eifelrennen durch.

  • 1923
  • Die Stadt Münstereifel bietet dem ADAC den Stadtwald als Gelände zum Bau einer Trasse an. Das Projekt scheitert an der Finanzierung.

  • 17.–19.6.1924
  • Während des zweiten Eifelrennens kommt es zu einer folgeschweren Unterredung. Der Nürburger Jagdpächter Hans Weidenbrück erinnert das Kreistagsmitglied Xaver Weber und den Nürburger Ortsvorsteher Hans Pauly an die Planungen von 1907 und die Vorteile der Gegend um Nürburg im Vergleich zum Eifelrennen in Nideggen. Nach Gesprächen mit dem ADAC gründet Weidenbrück einen eigenen Autoclub mit dem Ziel der Schaffung einer neuen Rennstrecke. Vorsitzender wird Landrat Otto Creutz.

  • 15.4.1925
  • Als »Notstandsmaßnahme im Rahmen der produktiven Erwerbslosenfürsorge« für den armen Kreis Adenau fällt bei Gesprächen im Reichswirtschaftsministerium der Entschluss zum Bau der Strecke.

  • 1.6.1925
  • Beginn der Bauarbeiten

  • 27.9.1925
  • Grundsteinlegung durch Landrat Otto Creutz

  • 1926
  • Während der Bauarbeiten verarbeiten bis zu 3000 Arbeiter rund 330.000 Kubikmeter Steine und Erdreich sowie 11.119 Kubikmeter Beton zum fertigen Nürburgring.

  • 28.8.1926
  • Der ADAC führt erste Testfahrten durch. Der Kostenrahmen wird gesprengt. Satt der veranschlagten 4 Millionen Reichsmark verschlingt der Bau zum Unwohl besorgter Bürger stolze 14,5 Millionen.

  • 18.6.1927
  • Der erste Lauf der Motorräder weiht die »Erste Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke« ein.

  • 19.6.1927
  • Rudolf Caracciola gewinnt auf einem Kompressor Mercedes das erste Autorennen auf dem Nürburgring und findet die Strecke »bärig schwer«. Von Anfang an besteht die Möglichkeit für jedermann, die Strecke zu Touristenfahrten zu benutzen.

  • 1934
  • Durch fleißiges Lackabkratzen entsteht der Silberpfeil-Mythos. Um das überschrittene 750 kg Gewichtslimit einzuhalten, entfernt die Mercedes-Mannschaft die Farbe von den W25-Rennwagen. Am nächsten Tag siegt Manfred von Brauchitsch mit dem so entstandenen »Silberpfeil« souverän.

  • 1940
  • Aufgrund der Zweiten Weltkriegs finden keine Rennen mehr statt.

  • 1947
  • Nach kriegsbedingten Reparaturen wird der Rennbetrieb langsam wieder aufgenommen.

  • 1951
  • Die neu entstandene Formel 1 fährt auf dem Nürburgring und löst eine nie dagewesene Rennsporteuphorie aus.

  • 1968
  • Jim Clark verunglückt tödlich, daraufhin werden umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen. Leitplanken sollten vor dem Abkommen von der Strecke bewahren.

  • 1969
  • Jackie Stewart ehrt die Rennstrecke mit dem Beinamen »Grüne Hölle«.

  • 1970
  • Ein Boykott der Formel-1-Fahrer wegen Sicherheitsbedenken führt zum vorübergehenden Umzug auf den Hockenheimring. Nach Umbauarbeiten kehrt die Formel 1 an den Ring zurück.

  • 1976
  • Der Weggang der Formel 1 ist beschlossen, beim letzten Rennen am 1.8. erleidet Niki Lauda einen schweren Feuerunfall am Bergwerk.

  • 1980
  • Auf der Nordschleife findet der letzte Motorrad-Grand-Prix statt.

  • 1983
  • Wichtige große Rennen wie das ADAC 1000 km Rennen, die Formel-2-EM und die Deutsche Rennsport-Meisterschaft finden das letzte Mal auf der alten Nordschleife statt.

  • 1984
  • Einweihung der 4,543 km langen neuen Grand-Prix-Strecke mit den dem neuen Formel-1-Reglement entsprechenden Sicherheitsbereichen und Auslaufzonen.

  • 1985
  • Die Formel 1 startet auf der Grand-Prix-Strecke. Auf den großen Freiflächen findet erstmals das Festival »Rock am Ring« statt.

  • 1986
  • Erstmals starten Renn-Lkw beim Truck-Grand-Prix. Die Veranstaltung wird zum Publikumsmagneten.

  • 1994
  • Der Umbau der Veedol-Schikane bremst die Fahrer gezielt etwas ein, eine gesonderte Streckenführung für Motorräder bringt zusätzliche Sicherheit.

  • 1995
  • Mit dem Großen Preis von Europa findet bis 2006 ein zweites Formel-1-Rennen in Deutschland statt, 1997 und 1998 als Großer Preis von Luxemburg.

  • 1998
  • Das Freizeitzentrum Erlebniswelt Nürburgring öffnet im Mai die Pforten. Auf 10.000 Quadratmetern gibt es eine Restauration, ein Museum, eine Kartbahn und andere Attraktionen.

  • 2000
  • Der Bau der Mercedes-Arena verlängert die GP-Strecke auf 5,148 Kilometer.

  • 2007
  • Ende des Jahres beginnen die von Anfang an unter Sportfahrern und Nürburgring-Fans umstrittenen Ausbaumaßnahmen zu einem Freizeit- und Businesszentrum. Die nicht einmal zehn Jahre alte Erlebniswelt wird abgerissen. Im gleichen Jahr rügt der Rechnungshof das Management, die Formel-1-Veranstaltungen verursachen große Verluste.

  • 2009
  • Das Freizeit- und Businesszentrum wird eröffnet, im mondänen Ring-Boulevard sollten sich exklusive Auto- und Zuliefergeschäfte ansiedeln; Hotels, das »Eifeldorf Grüne Hölle« und als Hauptattraktion die schnellste Achterbahn der Welt sollen die Besucherscharen anziehen. Mehr als 350 Millionen Steuergelder sind in das Projekt geflossen. Doch der Erfolg bleibt aus, gigantische Fehlplanungen und Mauscheleien kommen ans Tageslicht. Als Folge tritt Minister Ingolf Deubel zurück, der Geschäftsführer Walter Kafitz wird entlassen.

  • 6/2010
  • Das Projekt wird in verschiedene Gesellschaften aufgeteilt.

  • 23.7.2012
  • Ein Insolvenzverwalter übernimmt die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH. Im Zuge des Insolvenzverfahrens fällt der Entschluss, bis Ende 2013 einen Käufer für die Rennstrecke zu finden.

  • 11.3.2014
  • Die Gläubiger geben bekannt, dass der Nürburgring für 77 Millionen Euro an den Autozulieferer Capricorn verkauft werden soll. Der Käufer kündigt an, 25 Millionen Euro zusätzlich in den Nürburgring zu investieren. Mit der Übernahme zum 1.1.2015 soll das defizitäre »Eifeldorf Grüne Hölle« geschlossen und die Achterbahn demontiert und verkauft werden.

  • 16.4.2014
  • Ex-Minister Deubel wird wegen Untreue und uneidlicher Falschaussage zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

  • Karte
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  • Ring-Fakten:
  • Nordschleife
    Eröffnet 18.6.1927
    Rundenrekord Auto Stefan Bellof, Porsche
    Zeit 6:11,13 min
    Rundenrekord Motorrad Helmut Dähne Honda RC 30
    Zeit 7:49,71 min
    Rundenlänge Nordschleife 20,832 km
    Höhenunterschied Nordschleife ca. 297 m
    Höchste Stelle Hohe Acht 616,8 m
    Tiefste Stelle Breidscheid 320 m
    Kurven rechts/links 40/33
    Größte Steigung 17 %
    Größtes Gefälle 11 %
  • Grand-Prix-Strecke
    Eröffnet 12.5.1984
    Rundenrekord Auto Michael Schumacher, Ferrari
    Zeit 1:29,468 min
    Rundenlänge Grand-Prix-Kurs 5,148 km
    Höhenunterschied Grand-Prix-Strecke 23,56 m
    Tiefste Stelle Kurve Nr. 12 604,19 m
    Höchste Stelle Start und Ziel 627,75 m
    Kurven rechts/links 10/7
  • Südschleife
    Eröffnet 27.6.1927
    Stillgelegt 1974
    Abgerissen 1982
    Rundenlänge ehemalige Südschleife 7,747 km
    Rundenrekord Auto Helmut Kelleners, March 707
    Zeit 2:38,6 min
  • Preise für Selbstfahrer
  • Preise für Selbstfahrer 1 Runde Nordschleife oder 15 Minuten Grand-Prix-Strecke

    Einzelfahrt 27 Euro
    4 Runden oder 4 x 15 min GP 100 Euro
    9 Runden oder 9 x 15 min GP 209 Euro
    25 Runden oder 25 x 15 min GP 518 Euro
    Jahresticket 1650 Euro